Historie der Firma WAGNER PFLANZEN-TECHNIK GmbH

1975

Basierend auf den Erfahrungen im eigenen Weinbau- und Rebenveredelungsbetrieb hat Herr Jürgen Wagner die erste mechanische automatische Veredelungsmaschine „Automatik I“ mit dem Omegaschnitt entwickelt und führt sie in den Markt ein. Dazu wird die Wagner GmbH als Vorläufer der Wagner Pflanzen-Technik GmbH gegründet. Ebenfalls wird die erste gesteuerte Pflanzmaschine gebaut, die ein punktgenaues Pflanzen ermöglicht. Die Maschine besitzt zwar noch kein Pflanzsystem aber bereits eine hydraulische Seitenverschiebung. Eine Pendelsteuerung richtet sich an einem im Feld ausgelegten Draht aus und betätigt die Seitenverschiebung, so dass gerade Pflanzreihen entstehen. Über einen hydraulischen Drahtantrieb werden akustische Signale ausgelöst, um die Pflanzabstände einzuhalten.

1976

Die Pflanzmaschinen erhalten ein sogenanntes Kettenpflanzsystem, bei dem Greifer die Reben automatisch im eingestellten Abstand in den Boden absetzen. Mit diesen Maschinen werden Reben erstmals nicht direkt von Menschenhand in den Boden gebracht. Einige der ersten verkauften Maschinen sind noch heute in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und den USA im Einsatz. Es wird erkannt, dass die Anwuchsraten und der Wuchs der mit WAGNER Maschinen gepflanzten Reben besser sind, als mit allen bisherigen Pflanzmethoden.

1979

Die Veredelungsmaschine „Automatik II“ entsteht. Die Pflanzmaschine wird verbessert.

1984

Erste Rüttelpflüge werden gebaut – noch ohne Fördervorrichtung.

1985

Neuerungen in der Technik der Pflanzmaschinen bringen eine erhebliche Leistungssteigerung. Die neue Lasersteuerung erübrigt das Auslegen von Steuerungsdrähten, bringt höhere Genauigkeit und mehr Komfort. Der Beginn des Baus von einreihigen Kombinationsgeräten für die Bewirtschaftung von Rebschulen. Die drei Funktionen Bodenbearbeitung, Laubschneiden und Spritzen werden in einem Gerät zusammengefasst.

1986

Die Leistungsfähigkeit der Pflanzmaschinen wird durch den gleichzeitigen Einsatz von zwei Bedienern weiter erhöht. Die ersten Folienlegegeräte zum Auslegen der Folie in Rebschulen werden gebaut.

1987

Dreireihige Pflanzmaschinen sorgen für mehr „Schlagkraft“ auf großen Anbauflächen.

1988

Das Kuratorium für Technik und Bauwesen stellt nach einem langjährigen Test fest: Beste Pflanzmethode unter 12 verschiedenen Pflanzverfahren. In einer über fünf Jahre durchgeführten Untersuchung, wurden Anwuchsrate und Wuchs der Reben beobachtet und ausgewertet.

1989

Wir führen die ersten Rüttelpflüge zum Ausschulen in der Rebschule in den Markt ein. Auch Baumschulen kauften diese Rüttelpflüge.

1990

Die ersten Rodepflüge werden konstruiert und gebaut. Sie ermöglichen das erste kontinuierliche Rodeverfahren, das deutlich wirtschaftlicher als andere Verfahren ist. Belgische Auszeichnung in Gold für die perfekte Anpflanzung von Obstbäumen. Exakt gerade Reihen und Querlinien gaben den Ausschlag.

1991

Die Pflanzmaschinen werden mit einem automatischen Seitenhangausgleich für den Laserempfänger ausgestattet, dadurch steigt die Genauigkeit in der Parallelität der gepflanzten Reihen. Auszeichnung „Pflanzung in Perfektion“ durch die Versuchsanstalt für Gartenbau, Wein und Obstbau in Weinsberg.

1993

Die Pflanzung von Alleebäumen bis 5 m Länge mit einer Pflanzmaschine des Typs „Universal“ und 80 cm breitem Pflanzschar ermöglicht den Eintritt in den Bereich der Baumschulen. Die erste Pflanzmaschine vom Typ „Champion“ entsteht und wird in die Champagne geliefert. Das Kettenpflanzsystem wird durch ein sogenanntes Kreispflanzsystem ersetzt. Die Pflanzabstände können jetzt sehr schnell verstellt werden und gleichzeitig steigt die maximale Arbeitsgeschwindigkeit.

1994

Das erste Rebensortier-Hilfsgerät zum Sortieren der Reben nach Prüfung der Veredelungsstelle wird gebaut. Mittlerweile ist die Familie der Pflanzmaschinen auf 12 Versionen angewachsen.

1997

Die ersten Pflanzmaschinen erhalten eine hydraulische Pflanzwinkelverstellung. Damit kann der vertikale Stand der Reben oder sonstiger Pflanzen an verschiedene Gelände- und Bodenbedingungen eingestellt werden. Die Pflanzqualität unserer Maschinen wird nochmals erhöht.

1998

Die verschiedenen in der Wagner GmbH zusammengefassten Aktivitäten, wie Maschinenbau, Rebschule, Lohnunternehmen und Weinbau werden getrennt und in eigenständige Firmen überführt. Der Maschinenbau wird seit dem unter dem Namen Wagner Pflanzen-Technik GmbH weitergeführt.

1999

Die erste Folienverlege-Pflanzmaschine wird gebaut. Mit der Pflanzmaschine wird eine Folie abgerollt und je nach Größe der Pflanzen und im gewählten Abstand geschlitzt. Anschließend können die Pflanzen durch die Folie in den Boden eingeführt werden. Die digitale Steuerung ermöglicht das Pflanzen zweier wechselnder Abstände in regelmäßiger Abfolge.

2000

Die Folienlegegeräte können ab jetzt optional mit einem Zapfwellenantrieb für die Dammformrollen ausgerüstet werden. Dadurch werden die Dämme fester und höher (ca. 20 cm) geformt und dies wirkt sich mit einer Reihe pflanzenbaulicher und arbeitstechnischer Vorteile positiv auf die Bewirtschaftung und den Anwuchserfolg der Rebschulen aus.

2001

Eine neue Produktionshalle wird bezogen. Die ersten Pflanzmaschinen des Typs „Balance“ entstehen. Mittels des doppelten Ausgleichs von Seitenhang und Berg-und Talfahrt stehen die Reben/Pflanzen immer vertikal. Dadurch entsteht eine „Multifunktions“-Pflanzmaschine, die auf Wunsch gleichzeitig mit den Pflanzen Stöcke absetzen, einen Tropfschlauch verlegen, Dünger und/oder Wasser zugeben und Herbizide versprühen kann. Universelle Seitenverschiebungen zur Steuerung diverser Anbaugeräte werden in 5 Größen angeboten. Die ersten Versuche mit Satellitensteuerungen beginnen.

2003

Zur Pflanzung von Olivenbäumen neuer Generation, d.h. von „Olivo Super Intensivo“ wird eine Maschine entwickelt, die in vorgefertigte Dämme kleine Oliven-Topfpflanzen und 2,5 m lange Stöcke bis 50 cm tief im Boden absetzen kann. 2004 Eine weitere Halle wird errichtet, die für Produktion und Ausstellung genutzt wird. Unsere erste Vorserie der satellitengesteuerten Pflanzmaschine „IPS-Drive“ wird auf der Messe FERCAM in Spanien vorgestellt und als wichtigste Innovation mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Auf der Messe in Bordeaux erhält sie eine „Citation“.

2005

Für die erfolgreiche Einführung unseres elektrischen Antriebs „Volta-Drive“ erhalten wir die SUCCESS 2005 Prämierung.

Entwicklung des Rebensortiergerätes „Rebenmax“. Ein bereits Anfang der 90er Jahre begonnenes Projekt wurde wieder weiter verfolgt und führte zur Einführung eines einfachen, robusten und kompakt aufgebauten Gerätes. Dies wird vom Markt gut aufgenommen, weil es die ganzen Arbeitsabläufe auf einen zentralen Punkt konzentriert. Natürlich gab es auch hier einen Entwicklungsschub und die Geräte können inzwischen im Frühjahr für vorgetriebene und im Spätjahr für ausgeschulte Reben eingesetzt werden, sie sind also für den Anwender von doppeltem Nutzen.

2006

Wagner bietet für Reihenkulturen ein vielseitiges Rolloschutznetz (Whailex) an, welches in nur einem Arbeitsgang installiert wird. Als Schutz gegen Vögel, Sturm, Hagel, Bienen und Wildfraß bietet es eine große Erleichterung bei den Heftarbeiten. Die Triebe wachsen von alleine gerade und luftig nach oben!

2012

Eine neue Generation von Präzisionspflanzmaschinen wird entwickelt. Linear geführte Greifersysteme sorgen auch unter schlechtesten Pflanzbedingungen für ein perfektes Pflanzergebnis und drücken gleichzeitig auch Pflanzstäbe und kleine Pfähle in den Erdboden ein.

2013

Die neue Generation von Präzisionspflanzmaschinen erlangt unter der Bezeichnung IPS 2 die Marktreife und wird 2014 in den Markt eingeführt. Ebenso ist ein GPS-Nachrüstsystem für ältere Wagner-Pflanzmaschinen und Fremdfabrikate verfügbar. Erste Pflanzmaschinen werden Ende 2013 umgebaut. Unsere Aktivitäten mit dem Whailex-Rolloschutznetz werden Ende 2013 eingestellt.